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| Startseite -> Datenbank Tierversuche
Trotz gegenteiliger Behauptungen von Seiten der Industrie und der Hochschulen und Finanzierung großenteils durch uns Steuerzahler ist tierexperimentelle Forschung in Deutschland weitgehend geheim. Die Öffentlichkeit wird mit irreführenden und verharmlosenden Aussagen beruhigt. Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus. Das Datenbank-Projekt der Ärzte gegen Tierversuche e.V. macht die aktuelle Praxis der Tierversuche für die Öffentlichkeit transparent. Das »Fachchinesisch« wurde in eine leicht verständliche deutsche Sprache übersetzt. Informationen über Tierversuche werden so einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Tierversuche in Hamburg Dokument 1 Tiere: 16 männliche Ratten Experiment: Für die Studie werden männliche Lewis Ratten von Charles River, verwendet. Die Ratten werden in „Organspender“ und „Organempfänger“ eingeteilt. Das Herz der „Spender“ wird unter Narkose in die Bauchhöhle der „Empfänger“ einoperiert. Dabei werden der Aortenstumpf mit der Bauchaorta und der Stumpf der Lungenarterie mit der unteren Hohlvene verbunden. Diese Verbindungen bewirken eine unvollständige Füllung der linken Herzkammer mit entsprechend verringerter Arbeitsleistung. Das zusätzlich zum eigenen Herzen eingepflanzte fremde Herz schlägt spontan. (Die Autoren verweisen auf zwei andere Artikel, die die Operation genau beschreiben). Vierzehn Tage nach der Herztransplantation wird den Ratten unter Narkose das Herz zur Untersuchung entnommen. Forschungsbereich: Herzphysiologie Hintergrund: Eine Entlastung der Herzfunktion durch eine mechanische Herzpumpe wird seit langem bei Patienten mit Herschwäche eingesetzt. Die Auswirkungen auf die Herzproteine sind bislang unbekannt. In dieser Studie werden die Auswirkungen eine Entlastung des Herzens durch Transplantation eines zweiten Herzens bei Ratten untersucht. Autoren: Alexander P. Schwoerer (1), Christiane Neuber (1), Ariane Schmechel (2), Ivan Melynchenko (2), Giulia Mearini (2), Peter Boknik (3), Wilhelm Schmitz (3), Heimo Ehmke (1), Thomas Eschenhagen (2), Ali El-Armouche (2)* Institute: (1) Abteilung für Vegetative Physiologie und Pathophysiologie, (2)* Abteilung für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistrasse 52, 20246 Hamburg, (3) Abteilung für Pharmakologie und Toxikologie, Universität Münster, Münster Titel: Mechanical unloading of the heart involves marked changes in the protein kinase-phosphatase balance (Mechanische Entlastung des Herzens führt zu Veränderungen im Gleichgewicht zwischen Eiweißen mit und ohne Phosphoranteil) Quelle: Journal of Molecular and Cellular Cardiology 2008: 45, 846-852 Dokument 2 Tiere: 18 erwachsene Wistar-Ratten Experiment: Für die Studie werden erwachsene Wistar-Ratten, ein für die tierexperimentelle Forschung gezüchteter Albinostamm, verwendet. Die Tiere werden durch Isoflurangasin Narkose versetzt. Der Kopf der Ratten wird mittels Metallbalken in den äußeren Gehörgängen in einem Gestell fixiert. Der Schädel wird im Bereich des Barrel Cortex (ein Teil der Hirnrinde, wo Tastsinnesreize verarbeitet werden) durch einen 3 x 4 mm großen Einschnitt eröffnet und die Hirnhaut an dieser Stelle entfernt. Die freigelegte Gehirnfläche wird mit einem Geliermittel verschlossen. Vier Mikroelektroden werden bis zu 0,6 mm tief in den freigelegten Gehirnabschnitt eingebracht. Die Aktivitäten von Nervenzellen im Barrel Cortex werden mittels der Elektroden nach Vibration einzelner Tasthaare aufgezeichnet. Die Vibration der Tasthaare wird durch einen elektromechanischen Schwingungsanreger erzeugt. Nach Beendigung der Messungen werden alle Ratten durch Injektion getötet und das Gehirn entnommen. Forschungsbereiche: Neurobiologie, Tierphysiologie, Sinnesphysiologie Hintergrund: Die Studie untersucht die Verarbeitung von Tastsinnesreizen der Tasthaare im Rattengehirn, obwohl ähnliche Studien bereits vorliegen. Autoren: Tobias A.S. Ewert, Christiane Vahle-Hinz*, Andreas K. Engel Institute: Institut für Neurophysiologie und Pathophysiologie, Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg Titel: High-Frequency whisker vibration is encoded by phase-locked responses of neurons in the rat’s barrel cortex (Nervenzellen im Barrel Cortex (Hirnregion bei Ratten) der Ratten reagieren mit phasenstarren Antworten auf hochfrequente Vibrationen der Tasthaare) Quelle: The Journal of Neuroscience 2008: 28, 5359-5368 Dokument 3 Tiere: 30 Minischweine Experiment: Die Versuche werden vermutlich in Hamburg durchgeführt. Bei 13 und 11 Minischweinen werden jeweils verschiedene Operationstechniken durchgeführt, um eine Vergrößerung eines Teils der Leber zu erreichen. Beide Techniken sind bei menschlichen Patienten vor Lebertumoroperationen etabliert. Bei 13 Schweinen werden Äste der zur Leber führenden Pfortader abgebunden. Bei 11 Schweinen werden Acryl und Öl in die Pfortader gespritzt, um einige Äste des Blutgefäßes zu verstopfen. Sechs Schweine werden als Kontrolle "schein-operiert", das heißt, sie werden zwar aufgeschnitten, aber die Pfortader wird weder abgebunden noch verstopft. Alle Tiere werden 28 Tage später getötet. Die Lebern werden herausgeschnitten und untersucht. Forschungsbereich: Leberchirurgie Hintergrund: Vergleich zweier Operationstechniken zur Vergrößerung eines Teils der Leber. Beide Techniken sind bei menschlichen Patienten vor Lebertumoroperationen etabliert. Autoren: Christian Wilms (1), Lars Müller (1), Christian Lenk (2), Oliver Wittkugel (3), Knut Helmke (4), Gerrit Krupski-Berdien (5), Xavier Rogiers (6), Dieter C. Broering (1)* Institute: (1) Abteilung für Allgemeine und Thorax-Chirurgie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Arnold-Heller-Str. 7, 24105 Kiel, (2) Abteilung für Allgemeine Chirurgie, St. Adolf-Stift Krankenhaus Reinbeck, (3) Diagnostische Radiologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, (4) Kinderradiologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, (5) Abteilung für Diagnostische Radiologie, St. Adolf-Stift Krankenhaus Reinbeck, (6) Department of Surgery, Centre for Disease of the Liver and the Biliary Tract, Ghent University Hospital, Ghent, Belgien Titel: Comperative study of portal vein embolization versus portal vein ligation for induction of hypertrophy of the future liver remnant using a mini-pig model (Vergleichende Studie einer Embolisierung der Pfortader gegenüber eines Abbindens der Pfortader zum Auslösen eines übermäßigen Wachstums der zukünftigen Leberreste unter Verwendung eines Mini-Schwein-Modells) Quelle: Annals of Surgery 2008: 247 (5), 825-834 Dokument 4 Tiere: mindestens 34 Mäuse (wahrscheinlich sehr viel mehr) Experiment: Es werden Mäuse einer Zuchtlinie verwendet, deren Immunsystem stark abgeschwächt ist, so dass artfremde Zellen nicht abgestoßen werden. Den Mäusen wird ein Fenster in den Schädelknochen geschnitten. Auf das freigelegte Gehirn werden menschliche Leukämiezellen implantiert. Das Fenster wird mit einem Glasplättchen abgedeckt. So kann durch das Fenster das Tumorwachstum beobachtet werden. Über einen Zeitraum von 55 Tagen wird den Tieren in regelmäßigen Abständen ein fluoreszierender Farbstoff in die Schwanzvene injiziert, um den Blutfluss im Tumorgewebe sichtbar zu machen. Außerdem werden verschiedene Messungen vorgenommen. Es ist anzunehmen, dass die Mäuse anschließend getötet werden. Forschungsbereich: Krebsforschung Hintergrund: Entwicklung eines "Tiermodells", bei dem das Wachstum eines Hirntumors am lebenden Tier beobachtet werden kann. Autoren: C. Schaefer (1,2), M. Krause (2), I. Fuhrhop (2), M. Schroeder (2), P. Algenstaedt (3), W. Fiedler (4), W. Rüther (2), N. Hansen-Algenstaedt (1,2)* Institute: (1) Abteilung für Neurologische Chirurgie, Wirbelsäulenklinik, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistraße 52, 20246 Hamburg, (2) Abteilung für Orthopädie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, (3) Endokrinologie, Abteilung für Innere Medizin III, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, (4) Onkologie und Hämatologie, Abteilung für Innere Medizin II, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg Titel: Time-course-dependent microvascular alterations in a model of myeloid leukemia in vivo (Zeitabhängige Veränderungen in den Mikroblutgefäßen in einem Modell der myeloischen Leukämie in vivo) Quelle: Leukemia 2008: 22, 59-65 Dokument 5 Tiere: 24 Ratten Experiment: Gruppen von je drei Ratten wird mit einer Schlundsonde Noni-Saft in verschiedenen Konzentrationen in den Magen eingegeben. Zwei oder 12 Stunden später werden die Tiere auf nicht näher beschriebene Weise getötet. Die Lebern werden zur Untersuchung in Scheiben geschnitten. Aus Leberzellen werden Zellkulturen angelegt. Außer den Tierversuchen werden diverse In-vitro-Tests durchgeführt. Es wird festgestellt, dass Noni-Saft nicht genotoxisch (erbgutschädigend) ist. Forschungsbereich: Lebensmitteltoxikologie Hintergrund: Untersuchungen, ob Noni-Saft erbgutschädigend ist. Autoren: Johannes Westendorf*, Katharina Effenberger, Hassan Iznaguen, Simla Basar Institute: Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, Universitätsklinik Eppendorf, Vogt-Koelln-Straße 30, 22527 Hamburg Titel: Toxicological analytical investigations of Noni (Morinda citrifoloa) fruit juice (Toxikologische und analytische Untersuchungen von Noni (Morinda citrifoloa) -Fruchtsaft) Quelle: Journal of Agricultural and Food Chemistry 2007: 55, 529-537 Dokument 6 Tiere: 38 Mäuse Experiment: Für das Experiment werden männliche C57Bl/6 Mäuse (Charles River WIGA, Sulzfeld) verwendet. Den Mäusen wird unter Narkose zunächst operativ eine Niere entfernt. Nach einer zweiwöchigen Erholungsphase wird den Mäusen ein Pellet mit 50 mg Desoxycorticosteronacetat (DOCA), ein von der Nebenniere gebildetes Hormon mit blutdrucksteigernden Eigenschaften, implantiert. Fünf dieser Mäuse bekommen zusätzlich mit 1% Kochsalz angereichertes Trinkwasser. Nach sieben Tagen wird den anderen fünf Mäuschen eine Minipumpe operativ in die Haut eingesetzt. Die Minipumpe ist so eingestellt, dass sie durch kontrollierte Abgabe von Angiotensin II, den Blutdruck der Mäuschen erhöht. Die Minipumpe wird über 20 Tage in den Mäusen belassen. Es kommt bei den Tieren zu schweren Schädigung der Nierengefäße. Während des Experimentes wird der Blutdruck der Mäuse mittels einer Blutdruckmanschette am Schwanz regelmäßig gemessen. Zur Untersuchung des Urins werden die Mäuse für sechs Stunden in Käfige mit Löchern im Boden gesetzt, durch die der Urin aufgefangen wird. Sieben der zehn Mäuse werden das DOCA-Pellet und die Minipumpe nach 20 Tagen entfernt und die Tiere für weitere 28 Tage beobachtet. Den Mäusen wird nach fünf Wochen unter Narkose Blut aus der Aorta abgenommen. Anschließend werden den Tieren Herz und Niere zur Untersuchung entnommen und die Tiere dadurch getötet. Forschungsbereich: Bluthochdruckforschung Hintergrund: Die Niere ist ein Organ, welches sehr anfällig für Schädigungen bei Bluthochdruck ist. Um die Mechanismen einer beim Menschen durch Bluthochdruck hervorgerufenen Nierenschädigung genauer untersuchen zu können, soll ein entsprechendes "Mausmodell" entwickelt werden. Zwar gibt es bereits genetisch veränderte Mäuse mit Bluthochdruck, jedoch sind die durch den Bluthochdruck hervorgerufenen Schädigungen der Niere sehr gering. In der gegenwärtigen Studie wird im "Mausmodell" eine schwere Nierenschädigung durch die kombinierte Verabreichung zweier im menschlichen Körper gebildeten blutdrucksteigernden Substanzen hervorgerufen. Die Autoren erwähnen zwar, dass eine gleichzeitige Erhöhung dieser den Mäusen verabreichten Substanzen beim Menschen nicht vorkommt. Dennoch rechtfertigen sie dieses Experiment damit, dass dieses Mausmodell zur Aufklärung der Mechanismen einer bluthochdruckbedingten Nierenschädigung dienen kann. Autoren: F. Kirchhoff (1), C. Krebs (1), U.N. Abdulhag (1), C. Meyer-Schwesinger (1), R. Maas (2), U. Helmchen (3), K.F. Hilgers (4), G. Wolf (5), R.A.K. Stahl (1), U. Wenzel (1)* Institute: (1) Abteilung für Nephrologie, Medizinische Klinik, Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg, (2) Abteilung für Pharmakologie, Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf, Hamburg (3) Abteilung für Nierenpathologie, Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf, Hamburg, (4) Medizinische Klinik IV, Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen, (5) Medizinische Klinik III, Universität Jena, Jena Titel: Rapid development of severe end-organ damage in C57BL/6 mice by combining DOCA salt and angiotensin II (Hervorrufen von schweren Endorganschäden bei C57BL/6 Mäusen nach Verabreichung von DOCA-Salz und Angiotensin II) Quelle: Kidney International 2008: 73, 643-650 Dokument 7 Tiere: 12 Schwarzkopfschafe Experiment: Bei je sechs Schafen werden auf zwei verschiedene Methoden die Lendenwirbel 4 – 6 chirurgisch miteinander verbunden. Die Tiere werden narkotisiert. Bei der ersten Methode werden Schrauben durch die Haut in die Wirbelkörper gebohrt. Die Schrauben werden unter der Haut mit einem Metallstab verbunden, so dass die drei Wirbel nicht mehr beweglich sind. Bei der zweiten Methode wird die gleiche Operation ausgeführt mit dem Unterschied, dass die Haut und das darunter liegende Muskelgewebe aufgeschnitten wird. Diese Operationsmethode ist seit Jahren in der Humanmedizin etabliert. Sechs Wochen und drei Monate nach der Operation wird bei den Tieren unter Sedierung ein EMG der Lendenmuskulatur abgeleitet. Anschließend werden die Schafe mit einem Barbiturat getötet, um die Wirbel zu untersuchen. Forschungsbereich: Knochenchirurgie Hintergrund: Vergleich zweier Operationstechniken zur Lendenwirbelsäulenversteifung. Autoren: W. Lehmann (1)*, A. Ushmaev (1), A. Ruecker (1), J. Nuechtern (1), L. Grossterlinden (1), P.G. Begemann (2), T. Baeumer (3), J.M. Rueger (1), D. Briem (1) Institute: (1) Klinik für Trauma, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsklinik Hamburg, Martinistr. 52, 20246 Hamburg, (2) Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Universitätsklinik Hamburg, (3) Klinik für Neurologie, Universitätsklinik Hamburg Titel: Comparison of open versus percutaneous pedicle screw insertion in a sheep model (Vergleich der Einführung von Schrauben in den Wirbelkörper durch die Haut oder offen bei einem Schafmodell) Quelle: European Spine Journal 2008: 17, 857-863 Dokument 8 Tiere: 18 Göttinger Minischweine Experiment: Für die Studie werden Göttinger Minischweine (Ellegaard, Dalmose, Dänemark), eine eigens zu Versuchszwecken gezüchtete Minischweinrasse, verwendet. Für die Operation werden die Minischweine durch Injektion von Betäubungsmitteln in Narkose versetzt. Anschließend wird ein Dauerkatheter in die rechte Drosselvene (Halsvene) eingeführt. Der Bauchraum wird durch einen Einschnitt eröffnet. Bei 12 der 18 Schweine werden etwa 70-80 % des Lebergewebes entfernt. Bei sechs dieser 12 Schweinchen wird eine künstliche Verbindung zwischen der Pfortader und der Lebervene durch die Leber hindurch erzeugt. Der Einsatz des röhrenförmigen medizinischen Implantates mit einer Länge von 43 mm und einer Weite von 6 mm erfolgt über einen Katheter der in die Drosselvene eingebracht wird. Mit dieser Verbindung soll erreicht werden, dass ein gewisser Teil des Blutflusses von der Pfortader nicht in die Leber, sondern direkt in den großen Blutkreislauf fließt. Der Bauchraum wird durch eine Naht verschlossen. Nach der Operation werden die Schweinchen in getrennten Boxen gehalten. Alle Tieren erhalten Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente. Forschungsbereiche: Leberforschung, Krebsforschung Hintergrund: Untersuchung von Mechanismen der Leberzellerneuerung nach künstlicher Teilentfernung der Leber im Minischwein. Die Autoren weisen darauf hin, dass die Ergebnisse an menschlichen Lebergewebeproben und menschlichen Leberzellkulturen bestätigt werden müssen, um eine Übertragbarkeit zu gewährleisten. Autoren: Henning Wege* (1), Anett Müller (2), Lars Müller (2), Susan Petri (3), Jörg Petersen (1), Christian Hillert (2) Institute: (1) Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie, Abteilung für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin, (2) Institut für Leber- und Gallenchirurgie und Viszeraltransplantation, (3) Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistrasse 52, 20246 Hamburg Titel: Regeneration in pig livers by compensatory hyperplasia induces high levels of telomerase activity (Die Regeneration der Leber von Schweinen durch kompensatorische Zellteilung geht mit einer erhöhten Aktivität der Telomerase einher) Quelle: Comparative Hepatology 2007: 6, 6 Dokument 9 Tiere: 52 Ratten Experiment: Für die Studie werden männliche Lewis Ratten von Charles River, Sulzfeld, verwendet. Die Ratten werden in „Organspender“ und „Organempfänger“ eingeteilt. Das Herz der „Spender“ wird unter Narkose in die Bauchhöhle der „Empfänger“ einoperiert. Dabei werden der Aortenstumpf mit der Bauchaorta und der Stumpf der Lungenarterie mit der unteren Hohlvene verbunden. Diese Verbindungen bewirken eine unvollständige Füllung der linken Herzkammer mit entsprechend verringerter Arbeitsleistung. Die zusätzlich zum eigenen eingepflanzten fremden Herzen schlagen spontan. (Die Autoren verweisen auf einen bereits veröffentlichten Artikel, in welchem die Herzverpflanzung detailliert beschrieben ist.) Zwei Wochen nach der Operation werden die Ratten einem Herzultraschall unterzogen. Die Tiere werden anschließend getötet und das Herz zur Untersuchung entnommen. Forschungsbereich: Herz-Kreislaufforschung Hintergrund: Eine Entlastung der Herzfunktion durch eine mechanische Herzpumpe wird seit langem bei Patienten mit Herschwäche eingesetzt. Die Auswirkungen auf die Herzmuskelzellen sind bislang unbekannt. In dieser Studie werden die Auswirkungen eine Entlastung des Herzens durch Transplantation eines zweiten Herzens bei Ratten untersucht. Autoren: Alexander P. Schwoerer* (1), Ivan Melnychenko (2), Diane Goltz (1), Nils Hedinger (1), Irene Broichhausen (1), Ali El-Armouche (2), Thomas Eschenhagen (2), Tilmann Volk* (3), Heimo Ehmke (1) Institute: (1) Institut für Vegetative Physiologie und Pathophysiologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg (2) Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, (3) Institut für Zelluläre und Molekulare Physiologie, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Waldstr. 6, 91054 Erlangen Titel: Unloaded rat hearts in vivo express a hypertrophic phenotype of cardiac repolarization (Eine mechanische Entlastung des Herzens bei Ratten in vivo führt zur Ausprägung elektrophysiologischer Charakteristika vergleichbar derer von pathologisch vergrößerten Herzen) Quelle: Journal of Molecular and Cellular Cardiology 2008: 45, 633-641 Dokument 10 Tiere: Unbestimmte Anzahl Hamster und Ratten Experiment: Für die Wirksamkeitstestung werden Braune Norwegerratten, Goldene Syrische Hamster und Lewis Ratten von Charles River, Sulzfeld, verwendet. Die Herzen der Braunen Norwegerratten werden unter Narkose herauspräpariert und anschließend mit der zu testenden Wirkstoffkombination FK788 durchströmt. Forschungsbereich: Xenotransplantation Hintergrund: Die Studie untersucht die Wirksamkeit der Wirkstoffkombination FK788 mit Hinblick auf die Prävention von Abstoßungsreaktionen nach Transplantation artfremder Organe bei Ratten. Autoren: Soja Schrepfer (1,5), Tobias Deuse* (1), Friedrich Koch-Nolte (2), Thorsten Krieger (2), Munif Haddad (3), Hansjörg Schäfer (4), Marc P. Pelletier (5), Robert C. Robbins (5), Hermann Reichenspurner (1) Institute: (1) Universitätsherzzentrum, (2) Institut für Immunologie, (3) Institut für Klinische Chemie, (4) Pathologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg, (5) Department of Cardiothoracic Surgery, Stanford University Medical Center, Standford, CA, USA Titel: FK778 in experimental xenotransplantation: A detailed analysis of drug efficacy (FK778 nach experimenteller Transplantation artfremder Organe: Eine detaillierte Analyse der Wirkstoffwirksamkeit) Quelle: The Journal of Heart and Lung Transplantation 2007: 26, 70-77 Dokument 11 Tiere: mindestens 70 Mäuse und unbekannte Anzahl Kaninchen Experiment: Kaninchen werden zunächst mit einer von Mäusen stammenden Nierenzelllösung geimpft. Die Impfung wird nach vier Monaten wiederholt. Die Kaninchen entwickeln daraufhin Antikörper gegen Mausnierenzellen. Eine Woche nach der letzten Immunisierung wird Blutserum aus der Ohrvene der Kaninchen entnommen. Dieses Serum wird in den nachfolgend beschriebenen Experimenten mit C57BL/6 Mäusen von Charles River (Sulzfeld, Deutschland) eingesetzt. Die Mäuse werden zunächst mit einem Kaninchen-Antikörper geimpft. Nach fünf Tagen wird den Tieren über die Schwanzvene das zuvor beschriebene Kaninchenserum injiziert. Der Urin der Mäuse wird jeweils nach 1, 2, 5, 7, 15, 17 und 49 Tagen gesammelt. Die Mäuse werden nach Abschluss des Experimentes durch Genickbruch getötet und die Nieren entnommen. Forschungsbereiche: Nierenforschung Hintergrund: Entwicklung eines „Tiermodells“ für eine immunologisch hervorgerufene Nierenschädigung. Autoren: T.N. Meyer* (1), C. Schlesinger (1), J. Wahlefeld (1), S. Dehde (1), D. Kerjaschki (2), J.U. Becker (3), R.A.K. Stahl (1), F. Thaiss (1) Institute: (1) Klinik für Innere Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg, (2) Institut für Klinische Pathologie, Universität Wien, Wien, Österreich, (3) Institut für Pathologie und Neuropathology, Universität Hannover, Hannover Titel: A new mouse model of immune-mediated podocyte injury (Ein neues Mausmodell für eine immunologisch hervorgerufene Nierenschädigung) Quelle: Kidney International 2007: 72, 841-852 Dokument 12 Tiere: mehr als 16 Ratten Experiment: Die Ratten stammen von Charles River Laboratories. Ein bis drei Tage alte Rattenbabys werden getötet, um aus ihren Herzen Zellen zu gewinnen. Die Zellen werden so kultiviert, dass sie in Form einer Tasche mit einem Innendurchmesser von 10 mm wachsen. Bei 16 Ratten wird unter Narkose der Brustkorb auf der linken Seite aufgeschnitten. Das Herz wird freigelegt. Eine Tasche aus Herzzellen wird über das Herz der Ratte gestülpt und mit zwei Nähten befestigt. Der Brustkorb wird wieder verschlossen. Die Tiere erhalten Imunsuppressiva zur Unterdrückung der Immunabwehr. 14 Tage später werden die Tiere getötet. Die Herzen werden entnommen und gewebekundlich untersucht. Forschungsbereich: Tissue Engineering HIntergrund: Züchtung von Herzgewebe, das zur Reparatur bei Herzschäden verwendet werden soll. Autoren: Yalin Yildirim, Hiroshi Naito, Michael Didie, Bijoy Chandapillai Karikkineth, Daniel Biermann, Thomas Eschenhagen, Wolfram-Hubertus Zimmermann* Institut: Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 Hamburg Titel: Development of a biological ventricular assist device – Preliminary data from a small animal model (Entwicklung einer biologischen Unterstützungsvorrichtung für die Herzkammern – Vorläufige Daten von einem Kleintiermodell) Quelle: Circulation 2007: 116 (suppl. I), I-16 – I-23 |
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